T&T Athletin Lara Malsiner erleidet ernsthafte Verletzung im Training

Beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel stand erstmals seit dem Weltcup-Finale vor viereinhalb Monaten wieder der Skisprung-Wettbewerb im Rampenlicht. Doch Italiens beste Skispringerin, Lara Malsiner, musste aussetzen: Am Freitag (08.08) verletzte sie sich im Training schwer am Knie. Am darauffolgenden Montag wurde dann die offizielle Diagnose bekannt – und sie ist dramatisch.

Diagnose: Kreuzband- und Meniskusriss

Laut dem italienischen Wintersportverband FISI ergab die Untersuchung in der Sportklinik St. Ulrich: Im linken Knie liegen ein Kreuzbandriss, ein Innen- sowie Außenmeniskusriss und eine Seitenbandzerrung vor; das rechte Knie zeigt eine Meniskusverletzung. Ein isolierter Kreuzbandriss führt üblicherweise zu einer Ausfallzeit von etwa sechs Monaten. In Kombination mit den anderen Verletzungen bleibt die Prognose schwierig. Fest steht: Die Saison ist für Malsiner vorzeitig beendet – ihr Traum von Olympia 2026 ist dahin.

Mentale Stärke: „Habe mir das schon gedacht“

Trotz der niederschmetternden Diagnose zeigte sich die 25-Jährige gefasst: „Ehrlich gesagt habe ich das schon erwartet. Die ersten Tests deuteten darauf hin. Mein Knie war einfach locker“, erklärte sie in einem Interview. Sofort nahm sie professionell Kurs auf ihre Reha: „Ich habe meine Physiotherapeutin in Bozen kontaktiert, um über Operation und Reha zu sprechen.“ Anstehend ist eine Operation zur Kreuzbandrekonstruktion mithilfe einer Spendersehne – um zusätzliche Belastung durch Eigengewebe zu vermeiden.

Unterstützung und Zuversicht

Während die Konkurrenz sich schon auf die Winterspiele 2026 vorbereitet, beginnt für Malsiner ein langer Weg zurück. Sie ist jedoch nicht allein: „Meine Familie, meine Freunde und meine Physiotherapeutin geben mir unglaublich viel Kraft“, betont sie. Und: „Zuletzt war ich in guter Form – das stärkt mein Vertrauen. Ich weiß, dass ich das drauf habe und zurückkehren werde. In den letzten Jahren war es schwierig, doch heuer lief es wieder. Daran will ich anknüpfen.“

 

 

Engagement im Projekt Top&Talent

Malsiner gehört zum exklusiven Kreis der Athletinnen und Athleten, die im Rahmen des Top&Talent-Projekts der Südtiroler FISI unterstützt werden. Dieses Programm begleitet gezielt Talente aus Südtirol auf ihrem Weg zu internationalem Wettkampfniveau – insbesondere in Richtung der Olympischen Spiele 2026 in Mailand–Cortina – und bietet Unterstützung in Bereichen wie Sportpsychologie, Physiotherapie oder technisches Training.

Fazit

Auch wenn Malsiner aktuell eine harte mentale und körperliche Prüfung durchläuft – sie ist eingebettet in ein starkes Netzwerk, das ihr bei der Rückkehr helfen wird. Ihre Zugehörigkeit zum Top&Talent-Programm unterstreicht, wie sehr ihr Potenzial und ihr Comeback lange geplant und unterstützt werden – in sportlicher wie menschlicher Hinsicht.